Apnoetauchen lernen – Ein paar Grundlagen zwischen Körper und Geist

Apnoetauchen lernen ist eine Extremsportart, also eine Sportart, die einen Sportler an die Grenzen seines Leistungsvermögens bringen kann. Nicht nur Bungee-Jumping oder der Klettersport oder ein Marathon zählen also dazu, sondern auch der Tauchsport, obwohl dieser ja wahrscheinlich immer mit etwas Entspannten und Besonnenen zu tun haben sollte. Man hat seine Sauerstoffflasche, seine Brille, seinen Neopren-Anzug und andere Materialien.

Weniger Abhängigkeit, aber mehr notwendige Sicherheit

Beim Apnoetauchen löst man sich davon etwas, von den Abhängigkeiten. Dennoch ist eine Abhängigkeit von anderen Sportlern wieder notwendig. Man sollte aus Sicherheitsgründen niemals alleine tauchen und Apnoetauchen lernen. Ein Blackout beziehungsweise eine sich ankündigende Bewusstlosigkeit aufgrund von Luftnot kann schneller kommen als man denkt, wenn Wasser in die Lunge gelangt.

Ohne eine Luftversorgung wird das Gehirn nicht mehr mit sauerstoffhaltigen Blut versorgt. Kurz darauf sterben die Nervenzellen unwiederbringlich ab und das Herz hört auf zu schlagen. Das Apnoetauchen erfordert viel Übung und ein mentales Training im Sinne eines Durchhalten-Könnens und einer Steigerung der Kondition.

Wichtig ist dort vor allem, ein Ziel vor den Augen zu haben und sich gleichzeitig der Gefahren bewusst zu sein. Das passt dann sowohl zum Begriff der Besinnung als auch des gesunden Ehrgeizes.

Es ist also weniger eine technische Angelegenheit. Die kann aber auch wichtig sein. Entscheidend ist, dass ein großes Lungenvolumen und eine umfassende Fitness nicht ausreichen, um einen Taucher lang unter Wasser zu halten beziehungsweise sich selbst. Man darf nicht in Panik geraten und man muss den Körper auf Sparflamme laufen lassen. Doch wie kann das funktionieren? Möglicherweise durch ein Vergessen und einen Fokus auf das Ziel. Der Kopf verbraucht bis zu 20 % der Körperenergie und 15 % des eingeatmeten Sauerstoffs.

Zusätzlich muss man das Herz beruhigen und auch nicht unbedingt zu viel Lebensmittel vor dem Tauchgang zu sich zu nehmen, um einen guten Energiehaushalt herzustellen. Dazu ist erstens ein Beruhigungstraining, Meditation und zweitens eine ausgewogene kleine Mahlzeit mit viel Energie notwendig, die schnell verarbeitet werden kann, aber gleichzeitig lange anhält (Schokolade zählt nicht unbedingt dazu, sondern Gemüsesorten, weicher Kartoffel- oder Reisbreis, um den Magen und den Verdauungstrakt nicht zu sehr zu belasten).

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Die richtige Atmung

Am wichtigsten ist beim Freitauchen das richtige Atmen (auch Yoga-Pranayama-Übungen). Eine Hyperventilation wird durch entspannende Übungen vermieden. Der Atemreflex kann dadurch unterbrochen werden, was lebensgefährlich werden kann. Dasselbe gilt für Panikattacken, die auch eine Hyperventilation auslösen können. Im schlimmsten Fall führt das unter Wasser zu einer Ohnmacht. Es geht nicht darum Höchstleistungen beim Apnoetauchen zu erringen, sondern dabei in eine gesunde Einheit von Körper und Geist zu treten.


Empfohlen wird eine Zwerchfellatmung, da diese ein größeres Atemvolumen ermöglicht. Die Yoga-Übungen ermöglichen eine zusätzliche Entspannung und stärken den Geist und die notwendige mentale Konzentration für den Kopf, damit dieser beim Freitauchen nicht zu viel Energie verbraucht. Für die Yoga-Übungen können die passenden Apps für das Smartphone helfen, um auf diese im Internet zuzugreifen, die mit verschiedenen Atemfrequenzen arbeiten. Damit wird zugleich unnötiger Stress abgebaut. Oft ist das aber auch eine Glaubensfrage beziehungsweise ein Placebo, mit dem man sich persönlich wohlfühlt. Das kann von Taucher zu Taucher unterschiedlich sein.


Wichtig ist die Entspannung oder auch die Herstellung von Glücksgefühlen, um die Stresshormone zu senken und die Gefahr von Panikattacken zu vermeiden, die zu Ohnmacht und Hyperventilation (wie in einem Teufelskreis) führen können. Man muss immer bedenken, dass man beim Freitauchen ohne Hilfsmittel auf sich allein gestellt ist (abgesehen von der Unterstützung durch andere Sportler, die aufpassen). Das kann ein Gefühl der Unsicherheit auslösen.

Man sollte sich daher auf indirekte Hilfsmittel, wie mentale Übungen, dann verlassen können, auch aus dem eigenen Selbstvertrauen heraus und der Körper sich daran gewöhnt. Ziel ist es, den Körper an einen höheren CO2-Gehalt zu gewöhnen und mit einem geringeren O2-Gehalt zu haushalten. Muskelzuckungen durch Verspannungen können dagegen viel Energie verbrauchen, der man mit Entspannungsübungen gegenhalten möchte.


Etwas mehr mystisches kann das Sonnengebet sein. Das ist eine weitere Yoga-Übung zur Entspannung, die vor dem Tauchgang ausgeführt wird. Mehrere Durchläufe helfen beim mentalen Training. Es geht um eine Bewegung zur Sonne hin, um sich auf ein Ziel und sich selbst zu konzentrieren.

Im Wasser

Grundlage für das Apnoe-Tauchen im Wasser ist ein statischer Bewegungsablauf in der Waagerechte. Mit einem Neoprenanzug wird man sowohl gewärmt als auch mit einem höheren Auftrieb unterstützt. Der Sicherungsmann hält einen dabei fest und achtet auf das vorhandene Bewusstsein des Tauchers.

Das kann er zum Beispiel mit einem „Ok-Sagen“ und einem Klopfen auf den Rücken beim Festhalten tun. Man sollte das alles in Ruhe, ohne Stress und Hektik und ohne Zeitdruck tun, um keine Hyperventilation und Panikattacken zu riskieren. Eine Vortauch-Phase mit den Sonnengrüßen ist mit entscheidend, um sich an die Abläufe zu gewöhnen.

Mit jedem Tauchgang dann gewinnt man ein höheres Durchhaltevermögen. Wichtig für die Kondition ist auch ein regelmäßiges Schwimmtraining, auch mit einem Schnorchel und Schwimmbrille für kleine Tauchgänge auf der Bahn, um sich an die Tauchgänge zu gewöhnen. Entscheidend ist eine Schwimmtechnik mit einem geringen Widerstand, um körperliche und mentale Energie zu sparen, die man beim Apnoetauchen lernen wieder braucht.

Apnoemasken mit einem geringeren Widerstand als eine Schwimmbrille können das wieder unterstützen. Teilweise gibt es auch passende Kontaktlinsen, um die Augen vor Wasser zu schützen und gleichzeitig (unverschwommen) unter Wasser sehen zu können. Ein geringerer Widerstand sorgt auch für einen besseren Druckausgleich in den Ohren, wenn man wieder auftaucht. Flossen zum Schwimmen können auch helfen, sich schneller im Wasser zu bewegen.

Fazit

Entscheidend ist für ein Apnoetauchen lernen insgesamt sowohl das subjektive Wohlgefühl als auch die Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen, um eine lebensgefährliche Ohnmacht und Hyperventilierung zu vermeiden. Das erreicht man durch einen vorhandenen Schwimmpartner, die richtige Ausrüstung und Atem- und Entspannungsübungen.

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